Wo fange ich denn am besten an jetzt…

Posted in Cross on 10. September 2018 by christianewolf

Nach einem rennarmen Juli ist der EBM in Seiffen Anfang August  nochmal der Auftakt für eine Reihe von MTB-Highlights in Sachsen. Da der Zeitpunkt gewöhnlich mit dem Ende der Sommerferien einher geht, der für mich wieder eine arbeitsintensivere Zeit bedeutet, habe ich es bisher versäumt ausführlich über die vergangenen Rennen zu berichten.

Der erste Streich: EBM in Seiffen

Was braucht man alles für einen gelungenen Sonntag? Man nehme das älteste und härteste MTB-Rennen mit Kultstatus Deutschlands, einen Sack voll verrückter Radfreunde, eine äußerst geringe Erfolgserwartung und Bock darauf, Rennen zu fahren. OK, zugegeben, der letzte Punkt traf auf mich erst an der Startlinie zu. Bis dahin hielt ich mir ziemlich lange offen, ob ich beim EBM starte oder nicht. Nachfragen vertröstete ich mit der Auskunft, spontan entscheiden zu wollen, dass aber ein Runtermelden auf weniger als 100km nicht in Frage käme. Wenn, dann schon ganz oder gar nicht. Wann sonst, wenn nicht in diesem Jahr, das eigentlich ganz auf Langstrecke ausgerichtet war.

Die weiteren Zutaten: Mein zuverlässiges Merida-Race-Fully, reichlich Gels in den Trikotaschen, der besten Verbottlerin ever, Kathrin, und ein Mann an meiner Seite, der mir immer den Rücken stärkt und an mich glaubt.

Als Technikplinse beginnt das Vorspiel bereits am Samstagvormittag. Die richtige Abfahrt wird gleich ausgeschlossen und wir üben den Chickenway und kullern die zweite Rundenhälfte ab. Nach einem leckeren Mittagessen im „Bunten Haus“ und Smalltalk auf dem Festplatz in Seiffen geht es irgendwann heim und abends bei Zeiten ins Bett.

Am Rennmorgen bin ich mal wieder extremst aufgeregt. Zum Glück stehen im Startblock viele bekannte Gesichter um mich rum und die Nervosität kann besser weggequatscht werden als in Österreich. Nach dem Start nervt das Runterfahren des Alp de Wettin mal wieder sehr. Es ist wie immer recht unübersichtlich und ich versuche einfach meinen Stiefel zu fahren und mir die Kraft für drei Runden einzuteilen. Die meiste Zeit fahre ich mit Anke zusammen – die Glückliche braucht nur zwei Runden zu fahren – und das Tempo passt eigentlich ganz gut. Kurz vorm Seiffener Grund fahre ich auf die spätere Gesamtsiegerin, eine Tschechin auf, und kurze Zeit auch mit ihr zusammen. Dann ist sie aber erstmal weg. Kurz vor Ende der ersten Runde fahre ich mit Andrea Berner zusammen und wir werden am Alp de Wettin als zweite und dritte Gesamt angesagt. Wahnsinn! Dann kommt es zu einem Wetterwechsel und ein kräftiger Gewitterschauer geht über uns und die Strecke nieder. Im ersten Trail muss ich Andrea fahren lassen. Ich hab das Gefühl viel zu sehr zu rutschen und auch bergauf läuft es grad gar nicht mehr rund. Anna Maria Dietze überholt mich nun auch. Damit nur noch Platz 4. Sch… Als Anke wieder an mich herankurbelt, ergreife ich die Chance und hänge mich an sie ran. Die zweite Runde fahre ich ziemlich verhalten. Es geht grad einfach nicht mehr viel. Kathrin bitte ich am Seiffener Grund, mir für die letzte halbe Runde Cola zu organisieren. Vielleicht lag es dann auch an der Cola auf der dritten Runde, denn was ich nie erwartet hätte, geht es auf einmal wieder viel besser und als ich etwa 10km vorm Ziel kurz vor der Kapelle am Berg Anna Maria wieder in Sichtweite habe, mobilisiere ich nochmal alle Kräfte und  fahre an ihr vorbei. Auf der Straße kurz vorm Alp de Wettin krampft es dann im linken Oberschenkel. Weitertreten. Den Alp de Wettin hoch gesellt sich der rechte dazu. Die Show muss weitergehen. Ich habe ja keinen blassen Schimmer, ob von hinten nicht noch jemand kommt. Im Ziel komme ich schließlich als Gesamtdritte an und werde schon von Thomas und vielen Freunden erwartet. Ein geiles Gefühl! Mit einer Zeit deutlich unter 6h bin ich mehr als zufrieden!

Der zweite Streich: Die Vier-Hübel-Tour

Auch bekannt als Erzgebirgsweltmeisterschaft. Nach Seiffen hatte ich eigentlich geplant, Kathrin bei der Vier-Hübel-Tour zu verbotteln und selbst nicht zu starten. Da Kathrins Mann Ronny wenige Tage vor der VHT leider einen schweren Sturz im Training hatte, übernahm ich nun Kathrins Startplatz. Mit Sandra Augustin und Anke Schaarschmidt waren auch zwei starke Konkurrentinnen gemeldet. Erstere musste leider aus krankheitstechnischen Gründen auf den Start verzichten. Die Anweisung vom ABV war klar: „Du fährst den Kopfsteinpflasteranstieg in der Spitzengruppe mit. Dann sind die anderen Frauen erstmal auf Abstand.“ Leichter gesagt, als getan. Die Spitzengruppe knapp verpasst, reicht es trotzdem dafür, Anke nicht mehr in Sichtweite zu wissen. Dafür brennt die Lunge und auf der Zunge habe ich Blutgeschmack. Au weia! Ich werde später bestimmt gnadenlos einbrechen. Ich versuche ein gutes Tempo zu finden, ab und zu Windschatten zu haschen und komme bis zum Scheibenberg ganz gut voran. Durch die Wenden auf den Hübeln, kann ich beim Runterfahren Anke immer wieder sehen und schätze meinen Vorsprung auf vielleicht zwei bis drei Minuten ein. Kurz nach dem Unterbecken ist es dann soweit und ich habe das Gefühl, dass der Mann mit dem Hammer da ist. Das Stück ist aber auch einfach fies steil. Mein Tempo kommt mir viel zu langsam vor. Ich fahre nun auch auf weiter Flur allein und hoffe das Ephraimhaus schnell zu erreichen, wo Thomas mir die ersehnte Cola reichen wird. Dann geht es auf einmal auch wieder. Die Beine fühlen sich wieder gut an und ein Seniorenfahrer, der von hinten herankommt, teilt mir mit, dass er Anke an der letzten Verpflegung gesehen habe, und das vermutlich keine Gefahr mehr ausgehe. Ich entscheide mich, auf ein weiteres Gel zu verzichten, weshalb ich mich den Reitsteig und die Wellenschaukel hoch dann doch sehr schwer tue, aber da ist es ja eigentlich auch schon geschafft. Am Ende habe ich ca. 15 Minuten Vorsprung vor Anke. Schade, dass sie heute nicht die Beine vom Malevil-Cup hatte!!! Im Ziel gewinne ich als „Bergkönigin“ ein großes Tablett mit Torte und einen Übernachtungsgutschein für ein Hotel in O’thal, der mich bis dato leider noch nicht erreicht hat. Ein bisschen schmunzeln musste ich während der Tour, als ich etwa 7km vorm Fichtelberg-Gipfel Albrecht Dietze in Sichtweite habe, überhole und vor ihm ins Ziel komme.

Der dritte Streich: 2. Lödlaer-MTB-Rennen

Kurz und knapp: Als Thomas und ich ankommen, sind 11 Starter, davon zwei Frauen (Eike Liemen und ich) auf der Langstrecke (3 Runden) gemeldet. Eike meldet dann leider um auf 1 Runde, so dass für mich die Hatz über 60km gemeinsam mit 9 Männern um 12.20 Uhr beginnt. Trotz Vollgas auf der ersten Runde, kann ich bei den Männern natürlich nicht mithalten. Die zweite und die dritte Runde fahre ich dann eher als schnelles Training und am Ende lasse ich immerhin einen Mann hinter mir und werde Gesamtachte, da ein Mann wegen Defekts aussteigen muss. Ein trauriger Rennbericht für eine Rennstrecke, die das eigentlich nicht verdient hat. Die ersten 11km der Strecke sind mit vielen holprigen Wiesenstücken und breiten Wegen zwar eher langweilig, aber auch hier gibt es bereits einen steilen Anstieg und eine erste Trailabfahrt. Geil wird es dann auf der zweiten Rundenhälfte. Die letzten 9 km gleichen einem Cross-Country-Rennen. Flowige Trails und nochmal einige giftige Bergaufpassagen. Nächstes Jahr gerne wieder, aber dann hoffentlich mit mehr Startern.

Der vierte Streich: GBM 2.0

Auch hier gibt es wieder viel zu wenig Starter auf einer schönen und anspruchsvollen Strecke. 21km mit knapp 700hm haben es in sich. Ich entscheide mich wieder für die Langstrecke (3 Runden). Außer mir sind noch Kathrin Reichelt und Kerstin Kuhnlein dabei. Kathrin muss dank eines Spaßvogels, der über Nacht eine Wurzelpassage des Rennens mit Nägeln gespickt hat, schon auf der ersten Runde aussteigen. Kerstin ist erwartungsgemäß schneller als ich unterwegs, obwohl meine erste Runde echt gut läuft und ich schnell unterwegs bin. Auf der zweiten Runde bestätigt sich leider mein Gefühl, dass ich schon beim Frühstück hatte. Ich bekomme Kopfschmerzen und muss mein Tempo zunehmend drosseln. Ich endscheide mich trotz Schmerzen durchzuziehen, da ja leider keine Konkurrenz mehr da ist und ich nur ins Ziel kommen muss. Im Vergleich zur ersten Runde habe ich aber das Gefühl auf der Strecke zu parken. Die Rundenzeit ist am Ende langsamer als beim Abfahren. Ziemlich traurig, dass ich nicht mehr so richtig Gas geben konnte und mit einem Kopf kurz vor dem Zerplatzen erreiche ich schließlich das Ziel. Vielen Dank für die tolle Orga und die schönen Sachpreise!!!

Außerdem im August…

Olbernhauer Radtour

Vereins-Stoneman Silber

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Einmal Hölle und zurück

Posted in Cross on 20. Juli 2018 by christianewolf

„Einmal Hölle und zurück“ lautet die zweite offizielle Bezeichnung für die A-Strecke bei der Salzkammerguttrophy in Bad Goisern. Übertrieben? Untertrieben? Zutreffend? Das wollte ich dieses Jahr unbedingt herausfinden. Nach etlichen Langstrecken seit Jahresbeginn sollte es doch möglich sein, die Strecke zu schaffen. Oder doch nicht? Um die Ultra-Distanz ranken sich die Mythen und Gerüchte, wie um ein großes Märchen. Wenn ich überlege, wen ich alles kenne, der die Strecke schon geschafft hat oder eben nicht, scheint außer guten Beinen, auch ein bisschen Glück und vor allem der Wille wichtig zu sein.

Das Vorspiel beginnt am Donnerstag, 12. Juli 2018. Der Wecker schmeißt uns nachts um 2 Uhr aus dem Bett. Nach einem schnellen Kaffee laden Thomas und ich die letzten Taschen in das am Vortag bepackte Auto, schnallen mein Fahrrad aufs Dach und starten Dreivierteldrei Richtung Österreich. Die Autobahnen sind relativ frei und bis zum – übrigens absolut sehenswerten – Rastplatz Donautal nahe Passau fahren wir ohne Stopp. Mit aufgeklebter Vignette geht es dann weiter nach Österreich. Um 9 Uhr sitzen wir bereits in der Bäckerei Maislinger in Bad Goisern und genießen ein leckeres Frühstück.

Nach dem Frühstück geht es vorbei am Altausee zur Hagan Lodge, an deren Skihang auch ein Teil der A-Strecke verläuft. Dort beginnt auch die Loser Panoramastraße und wir haben die Wahl für 16 Euro mit dem Auto weiterzufahren oder, ohne zu bezahlen, das Rad zu nehmen. Also Räder raus und 9km naufradeln. Die Belohnung sind super Aussichten auf ein tolles Alpenpanorama. Bis wir wieder am Auto sind, ist nun auch Zeit, zum Vital-Hotel in Gosau zu fahren und 14 Uhr einzuchecken.

 

15 Uhr ist dann Treff mit allen RSV-lern auf dem Hotelparkplatz und Zeit zum zweiten Einrollen. Über Straßen und Trails radeln wir gemütlich zum Gosauer See, von wo aus man einen hervorragenden Blick auf den Dachsteingletscher hat. Nach einer kurzen Stärkung und dem ersten Gruppenfoto nehmen die A-Streckler den Schlusshübel in Angriff. Ich fahre am Ende „des Feldes“ mit Jörg, der überlegt, auf B umzumelden. Mir kommen auch erste Zweifel. Der Berg ist dagegen noch so, wie ich ihn von der C-Strecke in Erinnerung habe: Kurz, eher flach und fast wie Straße zu fahren. Mal schauen, was ich Samstag dazu sage. Den Rest des Donnerstags verbringen wir mit Schlemmen am Abendbuffet, einem Verdauungsspaziergang und Schlafen.

Gosauer_See_Gruppe

Freitagmorgen. 13. Juli 2018. Noch ein letztes Mal ausschlafen vorm Renntag. Obwohl noch keinem von uns der Magen knurrt, gibt es um 8 Uhr das Frühstückbuffet. Mit den Rädern im Gepäck geht es Viertelzehn mit den Autos nach Hallstatt. Wir fahren eine lockere Runde um den See entgegengesetzt zur A-Strecke am Samstag. Am Badestrand das nächste Gruppenfoto, vorbei an Obertraun, über die Gummibrücke und nach ein paar kleinen Wellen erreichen wir Bad Goisern. Nach einem ausgiebigen Schlendern über die Bikemesse wird es Zeit die Startunterlagen zu holen. Jetzt gibt es fast kein Zurück mehr. Jörg meldet auf B um. Franz, Ränsch, Mühle, Roy, Thomas und ich nehmen den Eingang zur Hölle. Der Pakt mit dem Teufel ist besiegelt. Wir radeln zurück nach Hallstatt – Thomas hat zum Glück heute schon den Platten weg – , laden die Räder ein und fahren zurück zum Hotel. Die letzten Arbeiten an den Rädern werden erledigt und die Startnummern angebaut. Abends gibt es noch eine Henkersmahlzeit und dann den Versuch möglichst schon vor 21 Uhr einzuschlafen.

 

Streckenprofil

Samstag, 14. Juli 2018, 3 Uhr. Vor Aufregung ist es mir fast egal, dass der Wecker klingelt. Gefühlt habe ich eh die halbe Nacht wachgelegen und gegrübelt. Thomas wirkt noch etwas müder. Das Hotel stellt uns als tollen Service ab halb Vier Frühstück bereit, so dass wir gegen Viertelfünf mit den Autos nach Bad Goisern starten. Ich zerplatze fast vor Aufregung. Gut daran ist, dass ich hochmotiviert bin, die 210km in Angriff zu nehmen. Schlecht daran ist, dass ich jetzt dringend nochmal eine Toilette brauche. Da man als Frau immer noch Seltenheitswert auf der A-Strecke besitzt, habe ich die Ehre im ersten Startblock stehen zu dürfen. Doof nur, dass ich dadurch allein bin. Vor Aufregung und Angespanntheit kullert die eine oder andere Träne. Das die beiden letzten Rennen von mir (Malevil-Cup und Heavy 24) beide ein DNF waren, trägt auch nicht gerade dazu bei, mit großer Selbstsicherheit zu starten. Nervös versuche ich jemanden zum Quatschen zu finden und wechsle ein paar Worte mit der später Gesamtdritten Alexandra Wogg, für die es heute auch die Premiere ist. Jörg ist auch schon wach und schaut vorbei und spricht mir nochmal Mut zu. Pünktlich um 5 Uhr fällt endlich der Startschuss.

Die ersten 10km bis Raschberg geht es ausschließlich in eine Richtung: Bergauf! Bereits vor der berüchtigten Holzbrücke muss ich einmal vom Rad und schieben, da zu viele Männer vor mir absteigen und den Weg versperren. Genauso unnötig, wie ein Überholmanöver, bei dem ich am Lenker Touchiert werde. Bis zur Holzbrücke sind mittlerweile alle RSV-Männer an mir vorbei. Überhaupt werde ich durch die gute Startposition eigentlich nur überholt, was erstmal ganz schön demotiviert und ich zweifle schon wieder daran, ob ich fit genug bin. Andererseits sage ich mir aber, dass die Kuh ja hinten raus kackt und noch über 200km zu fahren sind. Da kann es nicht verkehrt sein, sich die Kräfte einzuteilen und den ersten Berg nicht schon am Anschlag hochzugasen. Die Steine hinter der Holzbrücke sind noch sehr nass und dadurch rutschig. Gerade das Schieben hier kostet definitiv schon Körner.  Aber in der Masse der Teilnehmer geht es auch nicht anders. Thomas wartet oben auf mich und es geht in die erste Abfahrt. An der Verpflegung quäle ich mir eine Banane hinunter. Obwohl ich weiß, dass das Essen wichtig ist, fällt es mir die ganze Strecke lang schwer.

Weiter geht es das erste Mal rauf zur Hütteneckalm. Zum Glück nicht ganz so lange. In der Abfahrt folgt die nächste Schiebepassage. Wenn man nicht ganz so gute Downhill-Skills wie ich besitzt und die Ideallinie nicht kennt, gibt es keine Chance den stufigen Wurzelteppich zu fahren. Aber wie immer gilt hier, dass es doch besser ist, heil anzukommen. An der Ewigen Wand begrüßt uns der Trophy-Teufel. Trotz des gemütlichen Tempos bleibt keine Zeit, die Aussicht zu genießen und in der darauffolgenden Abfahrt muss man sich wieder gut konzentrieren. Auch hier sind die Steine noch sehr feucht und ich muss erstmal die Radbrille absetzen, um besser sehen zu können.

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Knappe 10 Kilometer geht es nun relativ flach durch Bad Goisern. Das erste Zeitlimit kurz zuvor halten Thomas und ich mit einem dicken Polster von einer knappen Stunde ein. Es geht wieder den Asphaltanstieg hoch, den wir schon vom Start kennen. Mittlerweile geht es bergauf bei mir viel besser. Das liegt vor allem daran, dass ich nun häufiger Männer einholen und an ihnen vorbeifahren kann. Wir biegen in dieser Runde woanders ab, so dass wir schließlich am Skihang vor der Hagan Lodge rauskommen. Der Skihang ist, wie Skihänge eben so sind. Steil, steil, steil und teilweise mit viel losem Geröll. Also, Vorsicht walten lassen.

Am nächsten Anstieg, hinauf zur Tauernkreuzung, gelingt es Thomas und mir auf eine Slowenin aufzuschließen und vorbeizufahren. Nach einer weiteren schwierigen Bergabpassage mit einigen Schiebemomenten folgt die nächste Verpflegung. Dort sagt man mir, dass ich die fünfte Frau insgesamt wäre, was, wie sich später herausstellt, nicht ganz korrekt war, aber in dem Moment eine willkommene Motivation, die Hütteneckalm das zweite Mal in Angriff zu nehmen. In den Trails rund um die Ewige Wand läuft es nun auch viel besser. Die Steine sind etwas abgetrocknet und nicht mehr so rutschig. Just in dem Moment, als ich denke, dass ich es hier ja grad richtig laufen lassen kann, blockiert mein Vorderrad und ich steige unfreiwillig nach rechts ab. Es rumpelt zwar ganz schön. Aber außer ein paar Prellungen, ein paar Kratzern und einem verdrehten Schalthebel ist alles gut und ich kann weiter fahren. Glücklicherweise wartet Thomas wieder am Ende des Trails und richtet den Schlathebel wieder.

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Nun ist schon mehr als die Hälfte der Kilometer und auch Höhenmeter geschafft. Es folgen nochmal ein Anstieg mit 400 Höhenmetern und eine Abfahrt über Wiesentrails, nach der wir wieder in Bad Goisern rauskommen. Auf den 20 Kilometern um den Hallstätter See fahren wir wirklich ruhig. Etwas anderes geht auch grad bei mir nicht mehr. Schon vor dem Sturz hatte ich leichte Kopfschmerzen bekommen, die mal mehr und mal weniger werden. Thomas ist noch wesentlich fitter und ich bin froh, dass ich ihn zur Motivation und Unterstützung dabei habe.

In meinem Kopf ist Kino. Nach drei Starts auf der C-Strecke weiß ich ja ganz genau, was jetzt noch kommt: Der Salzberg und die Rossalm! Ich bin wieder am Zweifeln, ob ich das jetzt noch schaffen kann. Andererseits will ich es, nach allem, was bereits durchgestanden ist, auch schaffen. Denn würde ich sonst ernsthaft noch einen Versuch wagen, wenn ich scheitern würde? An der Verpflegung in Obertraun machen wir nochmal etwas länger halt. Leider gibt es keine Cola mehr. Mit Mühe versuche ich irgendetwas zu essen. Richtig runter geht eigentlich nichts mehr. Kopfschmerz und Übelkeit gehen Hand in Hand. Die Slowenin hat sich wieder ran gearbeitet und fährt nach der Verpflegung in Obertraun etwas eher als wir los.

Bis zum Salzberg fahren wir im lockeren Tempo weiter, Kräfte sparen für die 11 Serpentinen und das sich später anschließende 30%ige Asphaltstück. Nach der dritten Serpentine habe ich die schiebende Slowenin wieder vor mir. Als sie sich umdreht und mich sieht, steigt sie auch wieder aufs Rad. Allerdings verlassen sie in der nächsten Kurve die Kräfte und sie lässt mich vorbei pedalieren. Nach der 10. Serpentine wollen die Beine bei mir auch nicht mehr. Kurze Schiebeeinlage bis zur Holzbrücke. Da wird nochmal fotografiert. Also rauf aufs Rad. Da bleibe ich eine Weile, bis dann der steilste Abschnitt auf dem Asphalt beginnt. Ich muss mehrmals anhalten und tief durchatmen. Schieben ist in dem Fall auch nicht leichter als fahren. Thomas ist zwar ein Stück vor mir, aber ihm geht es genauso. Von der Slowenin ist mittlerweile keine Spur mehr. Endlich erreiche ich die Verpflegung nach dem Salzberg. Es gibt schon wieder keine Cola mehr. Ich quäle mir wieder etwas zu essen rein und denke mir nun: „Augen zu und durch. Es ist ja eigentlich nur noch die Rossalm.“ Auf den kleinsten Gängen geht es dann irgendwie auch noch ganz gut. Wie fast bei jedem Berg heute wird es gegen Ende auch wieder steiler. Kurz bevor wir auf der Rossalm ankommen, hole ich noch eine Tschechin ein. Als ich vorbeifahre, verabschiedet sie sich mit den Worten „Und tschüß!“. Ich bin nun richtig euphorisiert. Der 6.Gesamtplatz ist zum Greifen nahe. Das letzte Zeitlimit am Gosauer See werden wir dicke schaffen. Der Rest der Strecke dürfte kein Problem mehr sein.

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Etwas bremst uns ein kurzes Gewitter auf der Rossalm aus. Die Temperaturen fallen von 25 auf 11 Grad herab und wir frieren ganz schön. Zum Glück fährt man nochmal kurz auf einem Platteau mit einigen Wellen bevor es in die lange Abfahrt zum Gosauer See geht. Bis zur Abfahrt zeigt sich schon wieder die Sonne. An der Verpflegung am Gosauer See gibt es endlich wieder Cola. Die ist zwar mit Wasser gestreckt, aber immer noch besser als gar keine. Am Schlusshübel geben wir nochmal richtig Gas und holen nochmal viele Männer ein, die dort schon schieben. In der Abfahrt wird mir nochmal richtig übel und die Kopfschmerzen stärker. Trotzdem überwiegt jetzt schon die Freude, dass wir gleich zurück aus der Hölle sind.

20:28 Uhr überqueren wir die Ziellinie in Bad Goisern und fallen uns in die Arme! Als der Sprecher neben dem 6. Platz Gesamt noch durchsagt, dass ich 2. In meiner Altersklasse bin, ist der Tag perfekt!

 

Was bleibt? „Einmal Hölle und zurück“ trifft es mit Sicherheit ganz gut. Ich bin froh, dass ich vorab von vielen Streckenabschnitten noch nichts gewusst habe, aber auch, dass ich die letzten 70km im Vorfeld schon kannte. Ich bin froh, dass ich einen tollen Mann an meiner Seite hatte, der mich begleitet hat. Ob ich die A-Strecke noch einmal fahren würde? Diese Frage lässt sich derzeit noch nicht abschließend beantworten…

Noch ein Rückblick im Video Salzkammerguttrophy 2018!

Froschradweg – Ein Paradies nicht nur für Frösche

Posted in Alltag, Cross on 2. April 2018 by christianewolf

Nach einem Besuch der Reisemesse in Chemnitz, bei dem wir reichlich kostenloses Kartenmaterial mitgenommen hatten, war nach dessen Sichtung die Schnapsidee geboren, am Ostersamstag den Froschradweg in der Oberlausitz als Tagestour zu fahren.  Die Eckdaten: 264km mit 1100 Höhenmetern.

Aufgrund der Wettervorhersage entschieden wir uns am Mittwoch, die Tour auf den Karfreitag vorzuverlegen. Unsere Anreise zur direkt an der Strecke gelegenen Ferienwohnung in Oßling/ OT Weißig erfolgte am Donnerstagnachmittag und dauerte aufgrund der Verkehrslage leider fast drei Stunden. Nach einem leckeren Abendessen – Stichwort: Speicher auffüllen – und den letzten Vorbereitungen – Rucksäcke packen, Lampen bauen… – ging es bei Zeiten ins Bett.

Punkt 4 Uhr klingelt der Wecker. Es gibt ein kleines Frühstück, wir packen uns dick ein und starten pünktlich um 5 Uhr bei frostigen Straßen und Temperaturen um die 0 Grad. Von Weißig aus geht es in der Dunkelheit über matschige Wege entlang der ersten Seen und Teiche bis zum eigentlichen Startpunkt des Froschradweges in Wiednitz. Trotz Vollmond sind wir froh, dass wir unsere Lupine Pikos dabei haben. Wir kommen zwar gut voran, aber es ist wirklich arschkalt und als es auch noch nebelig wird, kommen uns erste Zweifel, was wir da gerade machen.

Zwischen Wittichenau und Hoyerswerda geht endlich die Sonne auf. Es ist immer noch kalt, aber das Naturschauspiel entschädigt und wir können immer mehr Vögel und andere Tiere beobachten. Warum der Radweg dann quer durch eine Plattenbausiedlung in Hoyerswerda führt, erschließt sich uns nicht ganz, aber da hat man das dann auch mal gesehen. Durch Kiefernwälder mit leicht welligem Profil schlängelt sich der Radweg so daher und langsam wird es Zeit für ein zweites Frühstück. Zum Glück gibt es an einer Tankstelle kurz vor Schleife heißen Kaffee und wir decken uns vorsichtshalber mit Snickers und Cola für die weitere Tour ein.

Nach der Pause folgen die kulturellen Highlights der Tour. Wir radeln durch den Kromlauer Rhododendronpark und machen einen Fotostopp an der Rakotzbrücke. Dann geht es weiter nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park mit einem Foto am Schlösschen. Schon ist auch die deutsch-polnische Grenze erreicht und wir fahren entlang der Neisse bis nach Niesky. Die Wege sind größtenteils asphaltiert und es rollt gut, aber auf diesem Teil der Strecke gibt es nochmal ein sehr langes Stück matschige Kaugummiziehwege. Kurz vor Niesky kommen uns Franz und Sebastian entgegen, denen wir von der geplanten Tour erzählt hatten. Ein lustiger Zufall, dass die beiden verrückten ausgerechnet andersrum fahren. Mittlerweile strahlt auch die Sonne und es ist herrlichstes Frühlingswetter.

Da die Beschilderung des Froschradwegs immer wieder von der GPX-Datei abweicht, fahren wir nach Niesky immer mal wieder etwas im Zickzack, um die Aussicht an der Talsperre Quitzdorf nicht zu verpassen. Vom Stauseeradweg aus blickt man über den See, auf den in der Ferne liegenden Hochstein und die Kämpferberge.

Die 200km-Marke ist erreicht und der Wind trägt uns über die letzten 60 Kilometer.  Gegen 18.30 Uhr rollen wir die letzten Meter auf unsere Unterkunft zu. Nach 272km haben wir das Ziel erreicht. Zugegeben: Die ein oder andere Stelle unserer Körper schmerzt ein wenig, aber es hat sich gelohnt.

Nähere Infos zumFroschradweg

Start in die Bioracer Cross Challenge – Erster, zweiter und dritter Lauf

Posted in Cross on 23. Oktober 2017 by christianewolf

Heute mal wieder ganz klassisch…

Am letzten Herbstferienwochenende, genauer gesagt am 15.Oktober, fiel endlich der Startschuss zur Bioracer-Cross-Challenge. Zur Serie gehören in diesem Jahr insgesamt acht Rennen, die allesamt nur noch in Sachsen ausgetragen werden. Neu ist auch, dass es kein Streichergebnis mehr gibt, so dass man, im Hinblick auf die Gesamtwertung, möglichst alle Rennen fahren muss.

Schweren Herzens musste ich daher auf die Vereinsausfahrt nach Pod Smrkem verzichten, obwohl sich an diesem Wochenende der Oktober endlich von seiner goldenen Seite zeigte, so dass es sicher sehr spaßig dort gewesen wäre. Stattdessen wurde also das Crossrad gesattelt und nach Grimma gefahren. Die Startliste der Frauen und Juniorinnen war mit zehn Frauen sogar verhältnismäßig lang. Neben meinen größten Konkurrentinnen aus dem Vorjahr, Claudia Moser und Tina Schulz vom Dresdner SC, hatte auch Laura Hofmüller – auf dem MTB für mich unschlagbar – gemeldet. Wie immer kam ich nach dem Start nicht so gut in die Gänge und fand mich zunächst an fünfter Position wieder. Auf den geraden, nicht so technischen Abschnitten, konnte ich, wie auch schon in Bad Salzdetfurth, immer wieder Boden gut machen, so dass ich zwischenzeitlich auf Platz 3 lag. Leider konnte ich mich aber nicht mit der langen Sandpassage anfreunden, so dass ich hier immer wieder Zeit gegenüber Tina einbüßte, und am Ende den vierten Platz hinter ihr belegte.

Der zweite Lauf wurde am vergangenen Wochenende am Samstagabend als Nachtrennen in Leipzig ausgetragen. Der Wetterbericht ließ leider schon nichts Gutes erahnen und so kam es, wie es kommen musste. Schon nachmittags gegen 16 Uhr öffnete der Himmel seine Schleusen und weichte die Strecke auf. Nach einer kurzzeitigen Regenpause begann es pünktlich zum Start um 19:50 Uhr wieder zu schütten. Mein Start war dieses Mal vermeidlich besser und ich konnte das neunköpfige „Feld“ gemeinsam mit Claudi anführen. Zumindest bis zum „Angstgegner“ Sandgrube. Schwups war es auch schon passiert und ich lag mal wieder nur auf Platz 5. Die Fahrerin vor mir kannte ich gar nicht und konnte sie somit auch nicht einschätzen. Es gelang mir aber, sie auf der zweiten Runde zu überholen und schnell einen kleinen Vorsprung rauszufahren bzw. zum Teil auch zu wandern, denn an Fahren war beim steilen Zielberg nicht mehr zu denken. Nun also wieder Platz 4. Bei der Durchfahrt nach der dritten Runde fällt mein Blick auf die Anzahl der noch zu fahrenden Runden und ich weiß nicht, ob ich weinen oder kotzen soll: Noch 6 Runden!!! Ich entscheide mich für Plan C. Pobacken zusammenkneifen, Diesel einschalten und durchhalten. Schließlich gibt es am Streckenrand zahlreiche Anfeuerungsrufe. Das motiviert! Stück für Stück arbeite ich mich vor und habe dieses Mal die besseren Beine als Tina. Überglücklich erreiche ich das Ziel als Dritte. Claudi gewinnt mit einem Riesenvorsprung vor Laura das Rennen.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann am Sonntagmittag mit dem dritten Lauf in Schwarzenberg weiter. Unser Starterfeld schrumpft leider zusehends zusammen. Da waren es nur noch 7. In der Startaufstellung erwische ich mit „links außen“ einen relativ bescheidenen Platz, komme mit den schweren Beinen vom Vortag auch erst mal kaum in die Gänge und werde tatsächlich auf die letzte Position durchgereicht. Bevor es in die erste enge Passage geht, fange ich mich aber halbwegs und mache noch etwas Boden gut. Nach der Hälfte der ersten Runde hänge ich schon fast im Windschatten von Claudi und Tina. „Das fährst du noch zu!“, werde ich angefeuert. Und tatsächlich habe ich Tina auf der nächsten langen Geraden eingeholt und kann vorbeiziehen. Man merkt, dass sie das gestrige Nachtrennen noch schlechter verkraftet hat als ich und mir gelingt die Flucht nach vorn. Bis zum Ende des Rennens schaffe ich es immerhin, Claudi etwas Angst einzuflößen ;o), aber wie schon im Vorjahr, ist sie wieder überragend gut drauf. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden. Schade ist allerdings, dass Laura das Rennen aufgrund eines Defekts, ergebnislos aufgeben muss. Damit ist es jetzt in der Gesamtwertung nicht mehr ganz so spannend. Nächsten Sonntag findet dann der vierte Lauf in Radibor statt.

 

 

Siegerehrung in Schwarzenberg

Leipziger Crosslights

Fotos aus Leipzig: Thomas Glöckner

Fotos aus Schwarzenberg: Heiko Zöttler

Crossauftakt und Schlammspiele

Posted in Cross on 6. Oktober 2017 by christianewolf

Goldener Oktober? Bisher leider Fehlanzeige. Am ersten Ferienwochenende ging es für mich gleich am Samstag zunächst nach Dresden und dann gemeinsam mit Jens Kunath (DSC/ Gunsha Racing Team) weiter nach Bad Salzdetfurth zum 1.Lauf des Deutschland-Cups. Wir nutzten unsere zeitige Anreise, um bei guten Bedingungen, die Strecke abzufahren. Nach drei Runden und dank Jens‘ Hilfe schaffte ich es schließlich alle technischen Passagen der Strecke sauber zu fahren. Leider setzte dann gegen Abend starker Regen ein, der die Nacht über anhielt, so dass beim Rennen am Sonntag mit komplett anderen Bedingungen zu rechnen war. Da mein Start erst 15 Uhr war, war die Hoffnung noch groß, dass es nicht zu matschig werden dürfte. Schließlich musste ich auf den ersten zwei Runden, aber dennoch gegen die Spurrillen und rutschigen Stücke ankämpfen und leider auch mehr schieben und tragen als geplant. Ab der dritten Runde konnte ich mehr und mehr meinen Rhythmus und auch bessere Linien finden. Nach fünf recht konstanten Rundenzeiten erreichte ich als 14. von 20 Starterinnen das Ziel. Der Druck war da, aber an der Technik hat es gemangelt. Ein Rückstand von nur 1:30 Minuten auf Platz 7 lässt bei den nächsten Deutschland-Cup Rennen auf eine bessere Platzierung hoffen.

Meinen Rennbericht zum ABM möchte ich heute mal besonders verpacken, weil der letzte Bericht zum GBM ja ganz gut angekommen ist. Heute: Ein Elfchen, also ein Rennbericht in 11 Worten. Viel Spaß!

Schlammstaffel

Im Oktober

Glocke, Chrissi, Franz

Alles gegeben, Spaß gehabt!

2. Platz

Anliegerkurve

Treppe und Blick über den Kurs

„Sie haben das Ziel erreicht.“ Foto: Mike Schiller

Foto: Diana Fink

Foto: Diana Fink

Give me, baby, one more trail! – GBM 2.0

Posted in Cross on 27. September 2017 by christianewolf

Ein Rennbericht in Stichworten:

  • Termin: Sonntag, 25. September 2017, 9 Uhr
  • Wettervorhersage: Regen
  • Voranmeldung: Langstrecke – 69km – 3 Runden
  • Motivation: ging so, aber immerhin ist es trocken
  • Startaufstellung: Leute getroffen, gequatscht
  • Start: lockeres Losrollen, entspanntes Trailhochgekurbel, ungewöhnlich
  • Konkurrentin? Steht im Trail-Stau
  • Runde 1: Tempo finden, Herzfrequenz kontrollieren, Kraft einteilen, Anschluss finden, Flasche tauschen
  • Runde 2: allein auf weiter Flur, Trails rocken, Spaß haben, Gel nehmen, Kraft einteilen, Flasche tauschen, lecker Cola, Gel nehmen
  • Runde 3: immer noch allein, Trails rocken, Spaß haben, schwere Beine haben, Gel nehmen, Tilo „treffen“, Gas geben, ins Ziel kommen, Gewonnen! :o)
  • Siegerehrung: Spitzenpreise!
  • Fazit: Geiles Rennen! Viel Spaß! Tolle Leute!

Vielen Dank für die Unterstützung vom RSV Erzgebirge und an Glocke fürs erneute Verbotteln!!!

Fotos: Diana Fink und Thomas Glöckner

Wieder mal Blut geleckt…

Posted in Cross on 17. September 2017 by christianewolf

… eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr so viele Rennen fahren. Aber nachdem ich gestern beim 23. Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock das erste Mal eine Langstrecke gefahren bin, hatte ich irgendwie Blut geleckt und entschied heute morgen beim Frühstück ziemlich spontan, nach Leipzig zum Neuseen-MTB-Cup zu fahren. Beide Rennen waren zugleich die ersten Einsätze für mein neues Merida Race-Fully.

Zum Glück – oder vielleicht auch zum Pech? – hatte ich mich in Eibenstock bereits vom RSV Erzgebirge über die 100km voranmelden lassen, denn angesichts der Wetterlage am Samstag Morgen, hätte ich mich sonst vermutlich gegen mein Langstrecken-Debüt entschieden. Also Augen zu und durch. In der Startphase ließ ich es lieber ruhig angehen, da die Erinnerng an den Sturz im März leider immer noch da ist. Aber es waren ja dann sowieso 100km Zeit, sich vorzuarbeiten und nach dem kurzen flachen Stück durch den Ort, geht es ja gefühlt eine halbe Ewigkeit berghoch. Außderdem zweimal den Auersberg hoch und und und… Gegen eine sehr sehr starke Laura Hofmüller war an diesem Tag erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen, so dass ich sie außer an der Startlinie und bei der Siegerehrung nicht nochmal zu Gesicht bekam. Ich habe wirklich Hochachtung vor dieser Leistung! Auch sonst war der Rennverlauf eher unspektakulär. Die später Viertplatzierte Susann Kunz von Stein-Bikes überholte ich irgendwo am ersten Anstieg und sah sie nicht wieder. Die Drittplatzierte Armelia Barber, die ich bis dahin nicht kannte, erreicht drei Minuten nach mir das Ziel. Kurzum: Gesamtzweite, 1.AK (Seniorinnen 1).

Das Wetter in Leipzig war das genaue Gegenteil. Ich hab immer noch eine Staublunge vom Geheize durch den Tagebau. Na ja, Spaß bei Seite. Vom Herbst war bei soviel Sonne und Wärme heute zum Glück nichts zu merken. Meine Beine waren trotz der Vorbelastung aus Eibenstock noch ganz ok und so konnte ich die Konkurrentinnen auf der ersten Runde nach wenigen Kilometern abschütteln und eine Weile in einer Männergruppe mitfahren – Höhenmetermangel sei Dank! Die zweite Runde musste ich dann leider größtenteils allein bestreiten, aber dafür umso gleichmäßiger mein Tempo durchfahren. Am Ende war die zweite Runde 2 Minuten langsamer als die erste. Und am Ende zählt ja dann doch das Endergebnis und die Freude über den Gesamtsieg macht ein tolles Rennwochenende komplett.

Vielen Dank an Thomas Glöckner, der mich Samstag verbottelte!!! Vielen Dank an den Support vom RSV Erzgebirge und von r2-bike.com!!! Vielen Dank an Jens Kunath für den Werkstatteinsatz am und die Organisation vom Merida!!!